Unser Ausgangspunkt

Warum Prävention entscheidend ist

Emotionale Probleme und Verhaltensauffälligkeiten sind bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet und können, wenn sie unbehandelt bleiben, zu langfristigen psychischen Störungen führen – häufig bis ins Erwachsenenalter (Vergunst et al., 2023). Dies verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, die psychische Gesundheit bereits im Kindesalter zu fördern und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Schulen und Kitas stellen einen entscheidenden Ort dar, an dem zahlreiche Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit vorhanden sind. Frühzeitige präventive Maßnahmen in Kitas und Schulen können psychische Probleme verringern, in manchen Fällen sogar verhindern und zugleich Resilienz stärken (Aldabbagh et al., 2022; Cipriano et al., 2023; Murano et al., 2020). 

Bewährte Ansätze – selten umgesetzt

National und international existieren zahlreiche empirisch erprobte Konzepte und Interventionen, die nachweislich wirksam sind. Trotz ihrer vielversprechenden Ergebnisse werden diese Ansätze in Deutschland bislang nur unzureichend angewendet. Eine konsequente Umsetzung kann psychisches Leid erheblich reduzieren und stellt zudem aus gesundheitsökonomischer Sicht eine nachhaltige Investition dar.

Präventionsansätze im Überblick: Universell, selektiv und indiziert

Präventionsmaßnahmen lassen sich danach unterscheiden, welche Zielgruppen sie ansprechen:

Starke Effekte durch selektive und indizierte Prävention

Selektive und indizierte Prävention zeigen besonders starke und spezifische Ergebnisse. Durch ihren gezielten Ansatz helfen sie nicht nur, das Fortschreiten von Belastungen oder problematischem Verhalten zu verhindern, sondern bieten auch individuelle Unterstützung für Kinder, die diese am dringendsten benötigen.

Schule und Kita: Idealer Ausgangspunkt für Prävention

Schulen und Kitas sind zentrale Orte, an denen alle Kinder erreicht werden können: Je früher, desto wirksamer.